Science Fiction

04.02.2017

 

 

 

 

Inhalt:

 

 

- Orange moon oder die Entführung in eine Fantasywelt

 

 

 

 

 

 

 

Orange moon

 

Traumwelt mit Orangemond (Bild: imachd. 2006)

(fantasyscheintraumparallelwelt)

 

 

Ich erwachte aus einem tiefen Schlaf. Als ich mich langsam hochrappelte, fiel weißer Sand von meiner Kleidung auf den nackten Steinboden einer Höhle. Dämmriges Licht kroch durch eine breite Öffnung herein und ich erhob mich völlig orientierungslos. Neben mir stöhnte jemand. Als ich mich umwandte, sah ich ein mir völlig fremdartiges Wesen. Es lag auf der Erde und sah aus wie ein Zwitter aus Insekt, Bär und Mensch. Es röchelte und schüttelte sich im Schlaf hin und her, sodass ich entsetzt aus der Höhle flüchtete.

Am dunklen Firmament erblickte ich einen orangefarbenen Mond. Am Horizont erspähte ich graue Berge, lange Stangen streckten sich wie Antennen  in die Höhe, während sich schwarze Schatten  in meine Richtung bewegten.


Zum Glück ist das alles nur ein Traum, dachte ich jedenfalls...


Der Wind pfiff mir kalt um die Ohren. Ich fror und um mich aufzuwärmen, ging ich ein kurzes Stück zurück in die Höhle. Im Dämmerlicht blickte ich an mir herab. Meine Kleidungsstücke schlotterten wie schlaffe Segel  um meinen Leib. Ich konnte wieder auf die Schuhe blicken - der Bauch war weg, endlich!!!!!!!. 

Die Mädels aus meinem Caerobics Fitnessstudio  würden Augen machen, wenn sie das jetzt sähen (www.caerobics.de).

Mit meinem Waschbrettbauch stolzierte ich ein wenig besser gelaunt wieder in den hinteren Teil der Höhle, um den mir fremden Schlafgenossen aus der Distanz noch einmal unter die Lupe zu nehmen. So wie ich ihn liegend einschätzen konnte, maß er mindestens 2,50 Meter. Auf seinem stämmigen Körper saß ein menschlicher Kopf, wäre da nicht die unfassbar große Bärenschnauze gewesen. Im Übrigen war er mit einem zotteligen braunen Umhang bedeckt oder war es sein Fell? So genau konnte ich das nicht erkennen. Neben zwei Armen verfügte er auch noch über zwei insektenähnlichen Gliedmaßen kurz unter den Achselhöhlen. Und am Rücken hatte er zwei transparente Flügel zusammen gebunden. Das konnte ich aber nur sehen, wenn er sich zur Seite drehte. 

 

Ich konnte mich überhaupt nicht erinnern, wie ich hierher gekommen war, geschweige denn, wo ich war.

An das Letzte, an das ich mich erinnerte, war, das ich mit dem Auto auf dem Weg von der Arbeit nach Hause in ein gleissendes Licht gefahren bin, dann Filmriss. Und jetzt war ich hier, auf einem mir unbekannten Planeten.

Ich wandte mich wieder zurück zum Höhlenausgang. Da bemerkte ich eine kleine fast runde lederähnliche Kugel, die auf Augenhöhe langsam auf mich zuschwebte. Im dämmrigen Licht wäre sie mir fast nicht aufgefallen, aber an zwei Stellen blinkten kleine Lichter wie Positionslampen. Ich fragte mich, wer da wohl sein Star Wars Weihnachtsgeschenk verloren hätte. Da sprach mich das Ding an in einer Sprache, die ich als gurgelndes Gebrumm deutete. Es blubberte weiter vor sich hin und da ich nichts verstand,  wandte ich mich ab mit Grausen und suchte mein Heil in der Flucht.



 Angesichts meiner schlanken Figur hoffte ich, dieser Traum würde nie zu Ende gehen, andrerseits ...


versuchte ich, mir meine Brille zurecht zu rücken. Dabei stellte ich fest, dass ich gar keine Brille mehr trug. Trotzdem war ich weiterhin kurzsichtig. Es war unfassbar!!! In keinem Science Fiction Roman habe ich jemals gelesen, dass die Helden kurzsichtig gewesen wären. Wie sollten sie wohl mit so einem Manko Abenteuer bestehen, geschweige denn, die Welt retten?

 

Mein Bauch meldete sich grummelnd an und zwar immer öfter und lauter.  Zur Nahrungsversorgung waren im vorderen Bereich der Höhle zwei große Platikschweinströge aufgestellt. Diese füllten sich plötzlich von unten mit Wasser auf der einen Seite und einer schwabbeligen grauen Masse, ähnlich einem Wackelpudding auf der anderen Seite. Es sah eklig aus. 

 

Im Spiegelbild des schummrigen Wassers blitzte mir meine Zahnlücke und mein ziemlich dümmlich dreinblickendes Gesicht drumherum entgegen. 

 

Wenn sich mein Bauch verkleinert hatte, wieso konnte sich dann die Zahnlücke nicht schließen oder wenigsten die Kurzsichtigkeit in normale Augenstärke verwandeln? 

 

Nachdem ich etwas von dem geschmacklosen Wackelpudding heruntergewürgt und mit der hohlen Hand Wasser geschöpft hatte, vernahm ich wieder dieses Gebrumm von der braunen Weihnachtskugel. Aber es war nicht die Kugel, sondern der InsektenBärMensch (Ibäm) rappelte sich stöhnend auf und wankte auf mich zu. Erschrocken suchte ich hinter einem Höhlenknick Deckung, doch das Wesen beachtete mich nicht weiter.

Es kniete sich wie ich vor den Trögen nieder und schlürfte die Wabberwassermassen in sich hinein, bis nichts mehr übrig blieb.

Schei..e, hätte ich bloß mehr davon gekostet, wer weiß, wann es das nächste mal wieder Essen gibt, dachte ich mir.

Nun denn, war es wie es war, das fremde Wesen drehte sich zu mir hin und und stapfte auf mein schlechtes Versteck zu. Dabei grummelte er ähnlich wie die kleine Kugel vor sich hin.

Mit seinen Fingern bedeutete er mir, ich solle etwas sagen, aber was wollte er hören? Auffällig war, das die kleine braune Kugel unmittelbar neben ihm schwebte und mit zu beäugen schien.

Also stellte ich mich vor, woher ich kam, was ich beruflich und privat  machte und so weiter und so fort. Nachdem ich geendet hatte, sprach die braune Kugel mit dem Riesen. Anschließend wandte sie sich mir mit blecherner Stimme zu: "Ich heiße Leguk und ich begleite meinen Herrn und Meister Schitsatnaf auf seiner Gefangenschaft. Wir sind hier auf dem Planten NiehcS. Ihr Volk sind die NengiliehniehcS, kurz Nengs genannt. Wir sind hier seit 64 Moonumdrehungen und hoffen, dass die Verwandten und Freunde meines Meisters das Lösegeld auftreiben können, denn bei den Nengs handelt es sich um Piraten des Universums. Du bist erst seit einem halben Mond hier. Bist Du auch ein Gefangener?" 

 

Verblüfft antwortete ich: "Das weiß ich nicht genau. Ich habe keine Ahnung, wie ich hier hergekommen bin." 

Es entstand eine Pause, weil Leguk mit seinem Herrn lange sprach, jedenfalls erschien es mir so. 

 

 

(Fortsetzung folgt)

 

 

 

 

 

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